Tomaten im Beet

Tomaten richtig düngen, gießen und ausgeizen

Tomaten brauchen auch nach dem Aussetzen im Frühling die richtige Pflege und sind leider kein Selbstläufer. Um braunen Tomaten oder gar verwelkten Tomatenpflanzen vorzubeugen, sind hier Pflegetipps.

Tomaten vor Wasser und Regen schützen

Tomatenpflanzen sind leider sehr anfällig für Pilzkrankheiten. Bei feuchtwarmen Klima, zum Beispiel in einem Gewächshaus oder während des Hochsommers, breiten sich diese Pilze besonders gut aus.
Daher sollte man beim Gießen darauf achten, dass nur die Wurzeln gegossen werden und kein Wasser auf die Blätter gelangt. Zudem sollten die Tomatenpflanzen vor Regen geschützt werden, beispielsweise durch ein Gewächshaus.

Ansonsten kann es passieren, dass die Tomatenpflanze von der sogenannten Kraut- und Braunfäule (Phytophthora) befallen wird. Eine solche Erkrankung führt meist innerhalb weniger Tage zum Totalausfall der Pflanze.
Die Braunfäule erkennt man an graubraunen Flecken, die sich zunächst auf den Blättern und später sogar auf der Frucht selbst bilden. Die betroffenen Teile müssen sofort entfernt werden, damit nicht die gesamte Tomatenpflanze befallen wird. Die Gefahr des Befalls steigt im Laufe des Jahres an, bleiben Sie gerade bei Regengüssen im Sommer aufmerksam.

Tomatenpflanzen ausgeizen

Die Tomatenpflanzen benötigen sehr viel Nährstoffe. Damit genügend Nährstoffe für die Früchte, also die Tomaten selbst, vorhanden sind, müssen die Pflanzen mehrmals ausgegeizt werden, also von Seitentrieben, den Geiztrieben befreit werden. Seitentriebe sind dünner als der Haupttrieb und wachsen in den Achseln zwischen den Blättern und Stängeln. Die Geiztriebe benötigen Nährstoffe, bilden aber meist nur Blätter aus. Daher können diese ohne Bedenken entfernt werden. Ansonsten wächst die Pflanze immer größer und ausladender heran, ohne dass genug Nährstoffe in die Früchte gelangen.

Immer ausreichend gießen

Wie auf unserem Blog schon mehrmals erwähnt müssen die Tomatenpflanzen regelmäßig gegossen werden. An heißen Sommertagen kann eine Tomatenpflanze mehrere Liter Wasser benötigen. Aber die Pflanzen sollten auch nicht ertränkt werden. Zu viel Feuchtigkeit kann wie anfangs beschrieben zu Pilzerkrankungen führen. Gießen Sie die Pflanze unten am Boden und vermeiden Sie nasse Blätter.

Natürlicher Dünger zur Schädlingsbekämpfung und für das Wachstum

Wir verwenden für unsere Tomaten- und Paprikapflanzen ausschließlich natürlichen Dünger. Bei Tomatenpflanzen lohnt sich vor allem das Anrühren von Brennesselbrühe. Diese besitzt nämlich gleich 2 Funktionen.
Sie kann einerseits als Dünger dienen. Hierbei wird die Brennesselbrühe mit dem Gieß-Wasser vermischt und die Wurzel bewässert.
Andererseits kann die Brenesselbrühe aber auch direkt als Dünger auf die Pflanze aufgetragen werden. So wird sie vor Blattlausbefall geschützt. Auch hierbei darauf achten, dass die Pflanze nicht zu nass wird. Am besten bringt man die Brennesselbrühe mit Hilfe einer Sprühflasche auf.

„Tomaten- und Paprikapflanzen aussetzen“
„Paprika & Tomaten selbst anbauen – unser Gartentipp zum Frühling“

Bildquelle: Last Hero | Flickr (CC BY-SA 2.0)

Incoming search terms:

Comments

  1. Hallo,
    grundsätzlich ist es wohl gut möglich, mit Pferdemist als Dünger den Boden anzureichern. Er sollte aber etwas abgelagert sein und in nicht zu hoher Menge beigemischt werden. Zudem ist es bei starkzehrenden Pflanzen wie Paprika sinnvoll ihn in den Boden einzugraben, die Pflanze holt sich dort die Nährstoffe.
    Beste Grüße
    Die Garten-Freunde

  2. Edgar Brettschneider says:

    Pferdemist unter Paprika?

  3. Vielen Dank, für die hilfreichen Tipp. Werde es bei meinen Tomaten ausprobieren und hoffen as sie jetzt richtig Gas geben 😉
    LG
    Susi

  4. Huuu, da bin ich aber froh, diese Tips gelesen zu haben. Ich habe gestern meinen Tomatenpflänzchen eine 10 Liter-Dusche verpasst, natürlich von oben. Aber man lernt ja nie aus.
    Viele Grüße
    Till

Trackbacks

  1. Gemüsepflanzen am eigenen Balkon | Auto, Haus und Garten Blog sagt:

    […] weiterer Tipp für die Aufzucht von Tomatenpflanzen: Diese sollten ab und zu von Ihren Seitentrieben befreit werden. Man erkennt die Seitentriebe […]

Speak Your Mind

*