Holunder
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) findet Verbreitung in ganz Europa und Kleinasien sowie in Westsibirien und Nordafrika. Deshalb ist er auch in vielen deutschen Gärten vorhanden. Typisch für den Holunder sind die weißen Blüten, die sich im Juni und Juli dem Gartenfreund zeigen.
Heilende Wirkung haben sowohl die Blüten als auch die Beeren. Man sollte sich vor dem Pfücken also überlegen, was man möchte. Denn sind die Blüten ersteinmal geerntet, wird es kaum Früchte geben. Die Blütendolden sollten bei trockenem Wetter geerntet werden und zum Trocknen ausgebreitet werden. Nach dem Verwelken werden die Blüten abgezupft und abermals im Schatten getrocknet. Die Früchte werden im reifen Zustand gesammelt und ebenfalls im Schatten getrocknet.
Sowohl Blüten als auch Beeren schmecken leicht sauer, haben aber eine fiebersenkende und schweißtreibende Wirkung. Sie lindern chronische Entzündungen der Atemwege und besitzen zudem krampflösende Eigenschaften. Die Blüten lassen sich als Aufguss oder als Sirup zum Trinken am besten anwenden, können aber auch als Badezusatz benutzt werden. Aus den Beeren sollte man Saft herstellen. Auch Holundermarmelade ist immer ein Genuss.
