Auf dem Sportplatz, im Park oder sogar im eigenen Garten: Ein Maulwurf kann einen Rasen schnell in eine Hügellandschaft verwandeln. Aber: Sind die Haufen überhaupt von einem Maulwurf? Darf ich ihn vertreiben? Wie störe ich ihn wirkungsvoll? Wir haben Antworten.
Die ersten Haufen sind bei uns schon kurz nach dem Winter erschienen. In der ersten milden Phase im zeitigen Frühling wurde der neue unterirdische Gartenbewohner aktiv – die Zahl der Erdhaufen nahm täglich zu, zunächst an der Grundstücksgrenze, dann steuerte der Wühler mit seinen Erdhaufen direkt aufs Haus zu.
Erste Idee zur Abwehr: Die Tiere sind geruchsempfindlich – also steckten wir Zwiebeln und Knoblauch in die Ausgänge unter den Erdhügeln – ziemlich erfolglos. Wir griffen zu schärferen Waffen und setzten Katzenkot ein. Das verzögerte die Aktionen des Maulwurfs, aber stoppte ihn nicht wirklich.
Das hat wirklich geholfen
Eine „Solar-Maulwurf-Abwehr“. Das Gerät steckten wir von Hausseite aus an die letzten Maulwurfshaufen (nicht in die Haufen). Durch eine kleine Solarplatte wird das Gerät so weit mit Energie versorgt, dass es regelmäßig vibriert und ein Geräusch erzeugt. Diese Unruhe scheint Maulwürfen und Wühlmäusen wirklich nicht zu gefallen. Nach ein paar Tagen ließ die Wühlarbeit des Eindringlings deutlich nach, bis er sich schließlich ein anderes Revier suchte und keine neuen Hügel mehr aufgetaucht sind.
Wie gehe ich gegen Maulwürfe und Wühlmäuse vor
Wenn das Problem bei Ihnen erstmalig auftritt, ist Schritt eins: Zunächst ist zwischen den Gartenbewohnern Maulwurf und Wühlmaus zu unterscheiden. In vielen Fällen sind Wühlmäuse für die verunstalteten Flächen verantwortlich.
Fleischfresser oder Pflanzenfresser
Maulwürfe sind Fleischfresser, ernähren sich von Larven, Regenwürmern, Schnecken und anderen Kleintieren. Sie graben senkrechte Gänge nach oben. Die Haufen sind daher größer, rund und gleichmäßig geformt.
Wühlmäuse, genauer Schermäuse, auch Wühlratten genannt, sind Pflanzenfresser, nagen Wurzeln und Knollen ab. Sie graben ihre Gänge knapp unterhalb der Rasenfläche, die Eingänge unter den Hügeln liegen nicht zentral darunter, sondern seitlich und verlaufen schräg in den Boden. Der „Aushub“ der Wühlmaus ist deshalb auch kein gleichförmiger Haufen, die Hügel sind deutlich kleiner und unregelmäßig verteilt. Wenn sich darunter noch Pflanzenteile mischen, ist der Anwohner mit Sicherheit eine Wühlmaus. Maulwürfe würden Wurzeln nicht abknabbern, sondern untergraben.
Falls dennoch Unsicherheit besteht, machen Sie den Test – die sogenannte Verwühlprobe: Sie öffnen an einer Stelle das Gangsystem, tragen den Haufen ab und säubern den Eingang. Eine Wühlmaus wird ihn innerhalb kurzer Zeit wieder zuschieben. Ein Maulwurf wird diese Stelle untergraben, zudem wird sein Werk erst nach einigen Stunden oder sogar Tagen zu sehen sein.
Der Maulwurf steht unter Schutz
Wichtig zu wissen: Maulwürfe sind per Artenschutzgesetz geschützt, sie dürfen nicht verfolgt oder gar getötet werden. Die Tiere werden auch nicht älter als 3 Jahre – ein überschaubarer Zeitraum. Sie sollten also von jeglicher Art von Fallen – auch Lebendfallen – absehen. Maulwürfe sind sensible Tiere und überleben auch lebendig gefangen oft nicht lange.
Was gegen Maulwürfe wirklich hilft – Geräusche
- Maulwürfe sind sehr geräuschempfindlich. Spielende Kinder im Garten, Hunde oder Katzen, die im Garten herumlaufen, Rasenmäher, speziell Mähroboter – ein belebtes Grundstück werden die Tiere meiden.
- Manche schlagen deshalb auch regelmäßig auf eine in den Boden gerammte Stange. Auch das ist für den Maulwurf unangenehm. An die Stange gebundene Dosen erzeugen zusätzlich regelmäßig Geräusche, die den Maulwurf zum Umzug bewegen.
- Einen ähnlichen Effekt hat man mit in den Boden gesteckte Flaschen, die im Wind Töne erzeugen. Dann sägen Sie allerdings vorher den Boden der Flasche ab. Vorsicht, dieser kann scharfkantig sein, ggf. glätten Sie ihn. Ebenso sind Windräder oder Windspiele als Geräuschquellen wirksam.
- Daneben gibt es speziell gegen Maulwürfe entwickelte Anlagen – wie wir sie eingesetzt haben: einen Maulwurfschreck: Sie stecken diese Geräte in den Boden, die stabähnliche Halterung erzeugt Töne und Vibrationen. Die Preise dafür beginnen bei ca. 10 bis 20 Euro. Sie werden auch mit kleinen Solarmodulen angeboten, sodass sie batterieunabhängig die Geräusche abgeben. Wir hatten mit einem solchen Gerät langfristig Erfolg. Die ersten Tage war der Maulwurf noch aktiv, nach ein paar Tagen sind keine neuen Erdhaufen mehr aufgetaucht, die dauerhaften Geräusche vertreiben ihn. Ein Vorteil: Die Tiere gehen von alleine und werden nicht geschädigt.
Maulwurfschreck: Wichtige Hinweise für den Erfolg:
- Maulwurf oder Wühlmaus? Das Gerät hilft gegen beide. Während der Maulwurf auf die Schallwellen reagiert, lassen sich auch Wühlmäuse durch die Vibrationen stören. Den Unterschied erkennen Sie am Erdhügel: Der Maulwurfshügel ist hoch und rund, bei der Wühlmaus ist er flacher und das Loch liegt oft seitlich versetzt.
- Richtig platzieren: Stecken Sie den Stab nicht direkt in den Hügel, sondern in die Nähe der Laufwege bzw. hinter die neuen Hügel – also in die Richtung, in die der Maulwurf oder die Wühlmaus nicht weiter vordringen soll.
- Geduld: Es kann ein paar Tage dauern, bis keine neuen Hügel aus dem Boden sprießen.
Alternative: Mit Gerüchen den Maulwurf loswerden
Maulwürfe haben einen sehr gut ausgeprägten Geruchssinn. Sie mögen keine scharfen Gerüche. Es gibt zahlreiche Hausrezepte und Ideen, wie man regelmäßig unangenehme Gerüche in den Gängen des Maulwurfs verbreitet:
- Tierkot von Hunden oder Katzen, Tierhaare
- Knoblauch-Zehen oder Zwiebeln (als Sud in die Gänge gießen)
- Ein Sud aus Holunderblüten
- Buttermilch oder Molke hineingießen, Buttersäure wirkt noch intensiver (Vorsicht beim Umgang mit dieser Chemikalie)
- Liliengewächse ins Beet pflanzen, wie z.B. die Kaiserkrone
- Alkoholische Getränke und Alkohol-Mischungen verteilen
Sie sollten allerdings nur zu natürlichen Mitteln greifen, die der Natur nicht schaden oder Ihren Garten vergiften.
Ob Gerüche oder Geräusche besser funktionieren, ist auch vom Boden abhängig: Sandige, lockere Böden sind geruchsdurchlässiger, lehmige, komprimierte Böden übertragen Schall besser.
Daneben setzen einige Gärtner auf natürliche Feinde der kleinen Säugetiere, zum Beispiel Greifvögel: Sie bringen Stangen an, die Greifvögeln das Landen erleichtern, sogenannte Ansitzstangen.
Auch Katzen können Maulwürfen und Mäusen das Leben schwer machen. Von Hunden ist das bisher weniger bekannt.
Wühlmäuse vertreiben – der Unterschied zu Maulwürfen
Häufig sind Wühlmäuse die Verursacher der Erdhaufen-Landschaft. Sie sind Pflanzenfresser, lieben Knollen und Wurzeln von Blumen, Gemüse und Sträuchern und knabbern auch gern an Wurzeln von Obstbäumen. Insofern sind sie zum Beispiel für Obstbauern wesentlich problematischer als Maulwürfe.
Zur Vertreibung von Wühlmäusen greifen Sie auf die gleichen Mittel zurück wie bei Maulwürfen, mit dem Unterschied, dass es hier auch erlaubt ist, die Tiere zu fangen bzw. Fallen aufzustellen. Eine Empfehlung sind hierbei Kastenfallen, das sind Lebendfallen, es gibt sie in verschiedenen Varianten. Wenn möglich, sollten Sie aber auf Fallen verzichten. Häufig reichen Geruchs- oder Geräusch-Maßnahmen aus. Oder ihre Katze entpuppt sich als erfolgreicher Mausjäger.

Hallo,
das oben genutzte Bild des Maulwurfs gehört mir, Sie verstoßen gegen die Nutzungsrichtlinien von pixelio.. Ich fordere Sie auf, bis zum 22.10.2019 entweder den Hinweis auf den Urheber nachzutragen und mir einen Nachweislink zu senden.
Es handelt sich um dieses Bild:
https://www.pixelio.de/media/735773
Mit freundlichen Grüßen,
Ulrich Stoll
Hallo Herr Stoll,
entschuldigen Sie das Versehen. Die Quellenangabe ist jetzt dem Artikel beigefügt: https://www.garten-freunde.com/maulwurf-vertreiben-was-im-garten-wirklich-hilft/8030
Viele Grüße
Die Garten-Freunde
Thema Maulwurfshügel loswerden
Liebe Gartenfreunde,
nach langen Jahren der Fehlversuche habe ich jetzt das passende Verfahren zur Vertreibung der Maulwürfe gefunden. Mit einem Druckluftschuß sende ich mein Duftmittel in die Gänge. Ich mische es in Gelatine, die sich im Erdreich ganz langsam auflöst; es wirkt also wochenlang. Wer interessiert ist, sieht sich meinen YouTube Film dazu an. „Maulwürfe vertreiben – jetzt aber richtig!“ Das Gerät heißt ‚MOLEBUSTER‘.
https://youtu.be/2RSOZKgweIU
Viel Erfolg wünscht einer, der seit 50 Jahren Maulwürfe verscheucht.