Holzkomposter

Holz-Komposter im Garten aufstellen

Wer seinen Humus im Garten mit wertvollen Nährstoffen anreichern möchte, der sollte auf Kompostieren setzen. Ein Komposter aus Holz bietet gerade für Garten-Einsteiger schöne Vorzüge und ist schnell aufgestellt.

Holz-Komposter finden Sie in zahlreichen Größen und Qualitätsklassen in Baumärkten und im Online-Handel. Es gibt auch Behälter aus Metall oder Plastik, als Einsteiger bevorzuge ich die klassische Holz-Version.

Die Holz-Modelle bestehen meist aus einem Holzrahmen, in welchen die einzelnen Bretter horizontal gesteckt werden. Der Rahmen sollte sich rechtwinklig ausrichten lassen und mit Schrauben stabilisiert sein, nicht dass Ihr Komposter nach ein paar Jahren aus der Fassung gerät und schief in der Ecke steht. Höherwertige Komposter bestehen aus einem Metallrahmen, der die Bretter fasst. Die Lebensdauer ist hier sehr hoch, die Bretter lassen sich wenn nötig auswechseln und der Komposter bleibt wegen seines Metallgerüsts immer stabil und gerade stehen.

Holz-Komposter – auf die Verarbeitung achten

Holzkomposter sind verhältnismäßig preisgünstig. Kleinere, billige Komposter gibt es es sogar schon ab 20 Euro. Sie sind meist als Bausatz erhältlich oder werden als Paket geliefert. Achten Sie aber auf die Verarbeitung des Holzes. Idealerweise ist es imprägniert. Ansonst streichen Sie die Hölzer vor dem Aufstellen, das erhöht die Lebensdauer des Komposters erheblich. Vorteilhaft ist, wenn die passenden Schrauben mitgeliefert werden. Gerade bei Billigkompostern ist das Holz häufig nicht glatt geschliffen, zieht daher schneller Feuchtigkeit und hält nicht so lange – ein Erfahrungswert sind aber immerhin einige Jahre.

Etwas teurere Holz-Komposter sind hochwertiger verarbeitet, lassen sich auch bequemer aufbauen, da die Vorbohrungen präziser ausgeführt wurden und halten länger. Insofern sollten sie hier nicht an der falschen Stelle sparen.

Kompost am richtigen Platz

Ist der Holzkomposter fertig montiert, stellen Sie ihn am idealen Platz im Garten ebenerdig auf. Meist eignet sich dafür der Gartenrand. Er sollte weder zu feucht stehen noch zu sonnig – Halbschatten ist ideal, dazu wählen Sie einen ruhigen, geschützten Ort. Er sollte nicht zu eng eingefasst sein von Begrenzungen oder Mauern, damit für ausreichende Belüftung gesorgt ist.

Damit der Komposter auch nach ein paar Jahren gerade steht, sollten die vier Pfosten des Rahmens auf einem stabilen Fundament platziert sein. Falls der Boden an diesen Stellen zu weich ist, setzen Sie vorher einfache Stein oder Beton-Platten in die Ecken.

Was auf den Kompost kommt

Die erste Gartensaison nutzen sie für die Befüllung, ideal ist eine Mischung aus Rasenschnitt, Laub, Küchenabfällen und sehr klein geschnittenen Zweigen und Ästen. Die besten Tipps im Detail finden Sie dazu hier: Was darf auf den Kompost, was nicht?

Frischen  Kompost entnehmen können sie dann frühestens nach ein bis zwei Jahren. Auch das ist bei Holzkompostern bequem zu erledigen: Einfach die unteren Bretter herausziehen und mit einer Schaufel den frischen Kompost von unten wegnehmen.

Generelle Tipps zum Kompostieren im Überblick:

    1. Kompostbehälter erhalten Sie in den unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen. Holzkomposter sind für den Einstieg gut geeignet. Dabei muss es nicht gleich die teure Luxusvariante sein, zu billige Modelle machen aber auch nicht immer Spaß. Lassen Sie sich am besten im Gartenfachhandel beraten oder bauen Sie sich mit etwas handwerklicher Fingerfertigkeit sogar selbst ein einfaches Kompostsilo.
    2. Wählen Sie für Ihren Komposter einen ebenerdigen und halbschattigen Standort. Dabei sollten Sie zum Nachbargrundstück mindestens einen halben Meter Abstand einhalten.
    3. Für das Anlegen des Kompostes sollten Sie zuerst eine unterste Schicht anlegen, die mit lockerer Erde und groben Materialien aufgestockt wird, damit an dieser Stelle Sauerstoff in die Anlage gelangen kann.
    4. Die darauffolgenden Schichten sollten abwechselnd angelegt werden, zum einen mit Garten- und zum anderen mit Küchenabfällen. Gut ist zum Beispiel auch ein Wechsel zwischen Laub und Grasschnitt – die Mischung macht’s und beschleunigt den Kompostierprozess. Mit Hilfe von Brennnesseljauche wird die Verrottung vorangetrieben. Wenn Sie bereits einen Komposter im Garten haben, können Sie auch Material von diesem Kompost hinzufügen.

Kompost im Garten schneller verrotten lassen

Neben dem klassischen Kompostbehälter gibt es immer mehr Schnellkomposter oder Thermokomposter. Was es mit diesen Kompostern auf sich hat, erfahren Sie im Artikel: Welche Möglichkeiten zur Kompostierung gibt es?

 

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Comments

  1. Wir wollen dieses Jahr auch wieder einen neuen Komposthaufen anlegen. Danke für die Tipps! Liebe Grüße, Kathreen von „Mach mal“

  2. Bereits nach etwa sechs Monaten ist eine Umsetzung des Kompostes unabdingbar. Dabei sollten Sie den Materialkern nach außen setzen und den äußeren Teil nach innen. Nach einem Jahr können Sie die neu gewonnene Gartenerde einsetzen.

Trackbacks

  1. Welche Abfälle gehören in den Komposter? - Gartenpflanzen - Garten-Freunde sagt:

    […] jede Abfälle eigenen sich für Ihre Kompostierung im heimischen Garten, denn der Kompost kann den Biomüll nicht ersetzen. Nutzen Sie gezielt Ihre wertvollen […]

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