Rasen sähen – erfolgreich An- und Nachsäen: So geht’s

Rasen nachsäen: Die besten Jahreszeiten sind Frühjahr und früher Herbst.

Abgenutzter Rasen, braune Stellen – gerade nach dem Winter treten oft Rasen-Schäden zutage. Es muss aber nicht gleich eine neue Rasenfläche verlegt werden. Oft kann durch das Säen von Rasen die Grünfläche wieder in den ursprünglichen, ansehnlichen Zustand gebracht werden.

Wann Rasen säen?

Idealer Zeitpunkt sind die Monate März (bei entsprechend milden Temperaturen), April und Mai, gut geeignet ist außerdem der frühe Herbst. Damit wird die große Trockenheit im Sommer vermieden, zudem sollte sichergestellt sein, dass kein Frost-Einbruch das Gedeihen des Rasens behindert. (Ratgeber: Rasen im Herbst pflegen und nachsäen – das ist zu tun)

Eine neue Rasen-Fläche ansäen

Wenn Sie eine größere Rasen-Fläche neu ansäen wollen, ist auf eine ausreichend starke Humusschicht als Untergrund (mindestens 15-20 Zentimeter) zu achten, die eingerecht und eingeebnet wurde. Der planierte Boden sollte frei von Wurzeln, größeren Steinen und Unkräutern sein, bevor Sie beginnen, Rasen auszusähen. Eine Gartenwalze kann hier gute Dienste leisten. Ideal ist es, den Boden eine Woche vor Aussaat zu düngen. Es ist sinnvoll, ursprünglich sandige Böden mit Humus anzureichern. Umgekehrt können schwere Gras-Böden mit etwas Sand aufgelockert werden.

Auf strapazierten Flächen erfolgreich nachsäen

Häufig ist nach dem Winter die Rasenfläche an sich noch intakt, aber einzelne Schwachstellen im Grün sind auszubessern, v.a. abgenutzte oder abgetretene Stellen, ebenso  durch die Schneelast strapazierte Bereiche. Hier ist es sinnvoll, Rasen punktuell zu säen: Die braunen, schwächeren Rasen-Stellen mit einem Rechen auflockern, von Ästen, Laub und störendem Material befreien. Auf den aufgelockerten Boden Gras-Samen gleichmäßig verteilen. Anschließend festdrücken – z.B. mit einem Trittbrett – und vorsichtig wässern, idealerweise konstant feucht halten. Achten Sie bei der Bewässerung des frisch ausgebrachten Grassamens auf eine sanfte Berieselung, ein satter Strahl spült den Samen schnell von der vorgesehenen Stelle weg.

Die Mischung aus Feuchtigkeit und Wärme ist ausschlaggebend für das erfolgreiche Nachsäen – insofern sollte diese Aktion im stabileren Frühjahr durchgeführt werden. Am besten zäunen Sie die Bereich in den ersten Wochen ab oder legen Bretter, sonstige Markierungen aus, damit diese Rasenbereiche nicht betreten und erste zarte Halme wieder zertreten werden.

Streuwagen für gleichmäßiges Säen und Düngen

Mit dem Streuwagen sorgen Sie für gleichmäßiges Säen und Düngen auf Ihrem Rasen.

Streuwagen und Gartenwalze für große Flächen

Diverse Rasen-Samen sind in Gärtnereien und Baumärkten erhältlich: Kalkulieren Sie die benötigte Menge, bedenken Sie die Rasenart (grobe, robuste Grasarten versus zarte Zierrasen-Arten) sowie die Preisunterschiede. Um den Gras-Samen gleichmäßig zu verteilen eignet sich für größere Flächen ein Streuwagen. Achten Sie, darauf, dass der Wind den Samen nicht verbläst. Daher lohnt es sich die ausgestreute Saat mit einer Gartenwalze anzudrücken. Diese Geräte können auch ausgeliehen werden, fragen Sie im nächsten Baumarkt nach.

Nach dem Einsäen Boden feucht halten

Die frisch angesäte Rasen-Fläche muss nun konsequent gewässert und feucht gehalten werden. Bei Trockenheit ist der Einsatz eines Rasensprengers sinnvoll. Vermeiden Sie aber Überschwemmungen, die den Samen wegschwemmen. Anschließend werden nach ein bis zwei Wochen die ersten Grashalme sprießen.

In dieser Zeit sollten Sie die frisch eingesäten Flächen nicht betreten. Warten Sie, bis die Grashalme kräftig genug sind und eine dichte Rasenfläche herangewachsen ist.

Mit dem ersten Mähen beginnen Sie erst, wenn das Gras ungefähr acht Zentimeter lang ist. Nicht zu kurz mähen, damit der Rasen einerseits kräftiger wird, andererseits sich nach dem Mähen wieder erholen kann. Gerade bei Trockenheit kann ein zu kurz gemähter Rasen schnell verbrennen. (Rasen bewässern: Tipps zur Gartenberegnung)

Idealerweise wird der Rasen ein bis zwei Mal im Jahr gedüngt (Frühling und Herbst) und durch Vertikutieren oder Abrechen von Moos und Filz befreit und damit ausreichend belüftet. So legen Sie die Grundlage für einen satten und gesunden Rasen in Ihrem Garten – über das ganze Jahr.
Rasenpflege im Frühjahr – die besten Tipps

Weitere Ratgeber:

Rollrasen verlegen – so einfach geht’s
Rasenpflege im Herbst: Das ist jetzt zu tun
Alternative Kiesgarten – so legen sie ihn an
Die richtige Blumenerde – verzichten Sie auf Torf

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Comments

  1. Richtig spannend, hab das ganze mal ausprobiert und man braucht eigentlich nur gedulg, klar ein paar stellen sind immer dabei wo es nicht klappt aber im großen ganzen ist es gelungen 🙂

  2. @Lennard: Von den Rasenpflastern bin ich nun mittlerweile auch sehr begeistert und es gibt zu meiner Freude viele gute „Öko“-Angebote.

  3. Die Tipps zum Rasen Sähen sind wirklich gut erklärt – danke!
    Das mit dem Rasenpflaster scheint aber (solange es nicht zu chemisch ist) ebenfalls eine tolle Alternative zum Rasen Sähen zu sein.

  4. Lennard says:

    Wenn man nur kleinere Flächen ausbessern will, macht sich auch ein sogenanntes „Rasenpflaster“ ganz gut. Das ist eine Mischung aus Rasensamen, etwas Erde und Dünger.
    Habe ich jetzt schon öfters benutzt und der Rasen kam jedesmal nach kurzer Zeit.

  5. Nicole says:

    @hansi: Das finde ich nun aber sehr interessant, da ich wie bereits erwähnt an den Stellen immer wieder düngen und hin und wieder auch Saatgut verteilen muss. Du scheinst wohl eine besonders düngefreundliche Rasse zu haben. ;-D

  6. hansi says:

    Lustigerweise kann ich das Gegenteil bestätigen: Wo unser Hund sich regelmäßig entleert haben wir richtig dunkelgrünes Rasenwachstum.

  7. Nicole says:

    Der Winter kann dem Rasen wirklich ganz schön zusetzen, das stimmt. Aber auch als Hundebesitzer beispielsweise ist es öfters mal nötig, einige Rasenstellen auszubessern, insbesondere wenn sich der geliebte Vierbeiner immer wieder auf den gleichen Stellen erleichtert.

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